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Servus an die 308‑Spezialisten,
vor rund drei Monaten habe ich bei meinem 308 (HDI 120 ~ 150.000 km) einen Service durchführen lassen. Gleichzeitig habe ich die Werkstatt gewechselt, weil ich mich bei der alten nicht mehr wohlgefühlt habe. Die neue Werkstatt erwähnte nach dem Service einen kleinen Ölfleck am Unterfahrschutz und meinte, die Ölablassschraube sei vermutlich nicht richtig angezogen gewesen. Beurteilen kann ich das nicht – jedenfalls hat der Motor in den letzten 15.000 km wohl kaum Öl verloren wenn der fleck so klein war.
Jetzt zu meinem eigentlichen Problem:
Vor etwa einer Woche habe ich einen deutlichen Ölfleck unter dem Auto entdeckt. Ein Griff unter das Fahrzeug brachte sofort schwarze Finger zum Vorschein – roch nicht nach Diesel, also Vermutung: Motoröl.
Daraufhin bin ich zur Werkstatt gefahren. Wenn ein Werkstattmitarbeiter einen aus dem Wartebereich holt um "gemeinsam schauen" zu gehen höre ich persönlich immer die €€€ Glocken läuten. Aber mit dem, was ich dann gesehen habe, habe ich nicht gerechnet:
Der Mechaniker leuchtete auf die Getriebeanschluss und die umliegenden Bereiche – die komplette rechte seite war voller Öl, ein kleines Massaker. Bei der Riementriebseite war nichts zu sehen Er erklärte mir, der Motor würde „überall“ Öl verlieren und müsse komplett neu abgedichtet werden. Kostenpunkt: 7.000–9.000 Euro (Motorausbau, Abdichten, Wiedereinbau). Ich bin aus allen Wolken gefallen – das Auto ist checkheftgepflegt, vor zwei Jahren bei 80.000 km gekauft, und jetzt soll ich vor vollendeten Tatsachen stehen?
Er schlug dann eine Motorwäsche vor, um nach einigen hundert Kilometern die Hauptursache besser eingrenzen zu können (aber ölen tut er überall - das wäre anscheinend nur Schadensbegrenzung).
Ich bin allerdings skeptisch: Einerseits sofort eine Komplettabdichtung empfehlen, ohne die genaue Ursache zu kennen, andererseits behaupten, der Motor sei „überall“ undicht. Vor drei Monaten war nur ein kleiner Ölfleck – und jetzt soll es plötzlich Ultima Ratio sein?
Ich habe dann zuhause selbst die obere Motorabdeckung abgenommen und gesehen, dass in der Injektorbrücke Öl steht. Von oben erkennt man auch, dass die Getriebeoberseite komplett schwarz und ölig ist.
Meine Fragen an euch:
- Wie bewertet ihr diese schnelle Diagnose der Werkstatt?
- Habt ihr eine Idee, wo das Öl herkommen könnte? Ohne Explosionszeichnung ist es schwer, die Leitungen und potenziellen Schwachstellen zu identifizieren. In einem anderen Forum habe ich gelesen, dass ein defekter Turbo über die Drosselklappe extrem viel Öl in die Leckölleitung drücken kann.
- Was würdet ihr für die weitere Diagnose empfehlen? Bei den genannten Kosten überlege ich ernsthaft, mir bei einem Bekannten eine Bühne zu organisieren und selbst Hand anzulegen.
Zusatzinfo: Ich stehe gelegentlich mehrere Tage auf einem Parkplatz, der offenbar Marderrevier ist. Gibt es im Bereich der Ölführung Gummileitungen, die einem Biss nicht standhalten würden?
Das Auto raucht nicht und zeigt keinerlei Symptome einer Ölverbrennung – es scheint ein reiner Ölverlust zu sein, der nicht in die Verbrennung gelangt.
Ich hoffe unter euch jemanden zu finden dem mal ähnliches widerfahren ist und der den Fehler finden konnte!